Acht Jahre lang pflegte ich meinen gelähmten Ehemann – als er endlich wieder laufen konnte, überreichte er mir die Scheidungspapiere.

 

Um 23:30 Uhr erhielt ich einen Anruf aus dem Krankenhaus. David hatte einen schweren Autounfall gehabt. Als ich ankam, sagte mir der Arzt, dass sein Rückenmark schwer verletzt war. Er war von der Hüfte abwärts gelähmt, und die Chancen, dass er jemals wieder laufen könnte, waren äußerst gering.
In dieser Nacht hielt ich seine Hand und versprach ihm, ihn nicht zu verlassen. Unsere Kinder waren erst acht und fünf Jahre alt. Weggehen kam für mich nie in Frage.

Der Unfall zerstörte nicht nur Davids Körper, sondern auch unsere Finanzen. Seine Anwaltskanzlei ging pleite, die Einnahmen brachen weg, und die Arztrechnungen zehrten unsere Ersparnisse auf. Nach drei Jahren Pause nahm ich die erstbeste Stelle an, die ich finden konnte. Der Lohn war niedrig, aber er reichte, um uns über Wasser zu halten.

Meine Tage begannen vor Sonnenaufgang und endeten nie wirklich. Ich arbeitete Vollzeit, zog zwei Kinder groß und kümmerte mich um David – ich hob ihn hoch, badete ihn, fütterte ihn, kümmerte mich um seine Medikamente, Termine und den Papierkram. Ich führte den Haushalt allein. Acht Jahre lang war das mein Leben.
Die Leute sagten, ich sei stark. Sie meinten, die meisten wären gegangen. Aber ich blieb, weil ich ihn liebte und an die Bedeutung unserer Ehe glaubte.

Im siebten Jahr änderte sich etwas. Bei einer Kontrolluntersuchung bemerkte der Arzt Nervenaktivität. David bewegte seinen Zeh. Es war der erste Hoffnungsschimmer seit Jahren.
Das darauffolgende Jahr war geprägt von Physiotherapie. Die Fortschritte waren langsam, schmerzhaft und anstrengend – aber sie führten zum Erfolg. Eines Tages stand David. Monate später konnte er selbstständig laufen. Die Ärzte nannten es ein Wunder. Ich glaubte, es war unser Neuanfang.

Ich habe mich geirrt.

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