Mein Mann verließ immer das Haus, wenn sein Telefon klingelte, und kam mit stinkenden Klamotten zurück.

„Ich wollte Menschen helfen, die sich in der gleichen Lage befinden wie ich einst.“

„Ich habe dieses Obdachlosenheim, diese Küche, gegründet, um etwas zurückzugeben und mir selbst treu zu bleiben. Es ist ein Teil von mir, den ich so lange versteckt habe.“ Er erklärte, wie er damit begann, arme und obdachlose Menschen zu ernähren und ihnen auch ein Dach über dem Kopf zu bieten.

Was er getan hatte, traf mich hart, die Last seines verborgenen Lebens lastete schwer auf mir. Ich verstand jetzt, warum er so geheimnisvoll gewesen war, warum er dieses Ventil gebraucht hatte. Es ging nicht nur um Arbeit; es ging um Erlösung und Mitgefühl.

Ich nahm seine Hand in meine. „James, du hättest es mir sagen sollen. Wir hätten das zusammen schaffen können.“ Er drückte meine Hand, eine Träne rann ihm über die Wange. In diesem Moment verliebte ich mich noch tiefer in ihn und begriff, dass auch er nur ein Mensch war.

Ich sah eine Seite an ihm, die mir zeigte, dass er ein vielschichtiger Mensch war. „Ich hatte Angst, Lily. Angst davor, was du denken könntest, Angst, schwach zu wirken.“

„Du bist nicht schwach, mein Schatz“, sagte ich bestimmt. „Deine sanfte Seite zu zeigen und diesen Menschen zu helfen, ist das Stärkste, was du tun kannst!“

Seitdem hat sich unsere Beziehung verändert. Ich verstand endlich, warum er so verschlossen war und seine Kleidung nach jeder Reise wusch. Ich schloss mich James’ Mission an. Ich begann, ehrenamtlich im Tierheim mitzuarbeiten und die Kinder mitzunehmen.

Sie lernten den Wert von Freundlichkeit und Demut kennen und sahen ihren Vater gleichzeitig in einem neuen Licht! Wir sind uns näher gekommen als je zuvor, vereint durch seine verborgene Leidenschaft und seine neu gewonnene Offenheit. Mein Mann hat mir gezeigt, dass wahre Stärke darin liegt, seine Verletzlichkeit zeigen zu können.

Durch ihn lernte ich auch, dass wahre innere Stärke im Geben liegt, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Das Geben selbst war ein Geschenk. Unsere Familie wurde dadurch stärker und enger verbunden. Sein zuvor verborgenes Mitgefühl, seine neu gewonnene Offenheit und unser gemeinsames Engagement, anderen zu helfen, schweißten uns zusammen.

Zum Glück für Lily tat ihr Mann auf seinen spontanen Ausflügen nichts Verbotenes.

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