
Eine schöne Idee von unseren Nachbarn.
8. Zwischen Modellprojekt und Abstellgleis: Was bleibt?

Das Amsterdamer Projekt ist kein Rezept für jede Stadt – aber es ist ein radikaler Denkansatz, der Probleme nicht romantisiert, sondern realistisch betrachtet. Es geht nicht um Heilung, sondern um Reduktion von Schaden – für die Gesellschaft und die Betroffenen.
Was bleibt, ist eine Mischung aus Zweifel, Respekt und Ratlosigkeit. Dieses Projekt fordert dazu auf, über neue Formen der Integration, Würde und Lebensrealität nachzudenken. Es zeigt, wie schmal der Grat ist zwischen Hilfe und Resignation, zwischen Zuwendung und Kontrollverlust. Am Ende bleibt eine unbequeme Frage: Was wäre die bessere Alternative – und warum bietet sie keiner an? Amsterdam hat zumindest den Mut gehabt, nicht wegzusehen, sondern einen Versuch zu starten. Und allein das ist ein Zeichen – vielleicht kein perfektes, aber ein ehrliches.