Ein unerwarteter Einsatz bringt den Verkehr abrupt zum Stillstand – die wahren Gründe sorgen für Unruhe.

 

Rätsel um Materialermüdung oder Sabotage

Image: IMAGO / STEINSIEK.CH
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Kriminaltechniker untersuchten die Bruchstelle auf Spuren von Fremdeinwirkung. Währenddessen stützten Statiker die Theorie von „fortgeschrittener Materialermüdung“: Winzige Risse hätten sich unbemerkt bis zur kritischen Größe ausgedehnt. Ein Sabotageverdacht ließ sich dagegen schnell entkräften – es fehlten alle Hinweise.

Trotzdem blieb das Risiko unverändert hoch. Kein Fahrzeug durfte den gefährlichen Korridor passieren, denn selbst ein Teilabbruch hätte sich über beide Richtungsfahrbahnen erstrecken können.

 

 

Der knappe Showdown – und ein lautes Knacken

Image: AI
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Kurz nach 12 Uhr knickte der angeschlagene Rotor unter seinem Eigengewicht endgültig weg. Mit einem donnernden Krachen stürzte ein 15-Meter-Segment in den Tagebau-Graben – nur Sekunden bevor Windböen einsetzten. Glück im Unglück: Die A44 blieb dank der Vollsperrung frei, niemand wurde verletzt.

Einsatzkräfte atmeten merklich auf, denn das Horror-Szenario eines tonnenschweren Flügels auf der Fahrbahn wurde in letzter Minute abgewendet. Die Schadstelle am Mast wird nun per Schwerkran entfernt, ein Gutachten soll die definitive Ursache klären.

Blick nach vorn – Öffnung und Aufräumarbeiten

Image: AI
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Noch bis zum späten Abend bleibt die A44 dicht, erst nach vollständiger Demontage kann der Verkehr – eingeschränkt – rollen. Umleitungen über die B55 und die A46 sind eingerichtet, Staus von bis zu zwölf Kilometern werden erwartet.

Für den Windpark heißt es Industriedetektiv-Arbeit: Jede Schraube der verbliebenen Anlagen wird geprüft, bevor die Turbinen wieder ans Netz gehen. Experten rechnen mit einem mehrwöchigen Stillstand. Der Zwischenfall liefert ein mahnendes Beispiel dafür, wie eng High-Tech-Energie und Verkehrssicherheit verzahnt sind.