Achtung: Wer Altkleider entsorgt, muss in Zukunft aufpassen

 

6. Was sind die größten Herausforderungen der neuen Regelung?

Bild: IMAGO / Funke Foto Services

Die größte Herausforderung der neuen Regelung ist, dass die Infrastruktur für das Textilrecycling noch nicht flächendeckend ausgebaut ist. Es gibt zwar genügend Sammelstellen, aber die Technologien zur Verarbeitung der Textilabfälle sind oft nicht in der Lage, mit der Masse an Textilien Schritt zu halten. Hinzu kommt, dass viele Textilien aus Mischfasern bestehen, die sich nur schwer trennen lassen, was das Recycling erschwert.

Zudem müssen auch die Verbraucher umdenken und lernen, ihre kaputte Kleidung richtig zu entsorgen. Es wird eine breite Aufklärungskampagne notwendig sein, um das Bewusstsein für die richtige Entsorgung von Textilien zu schärfen. Nur wenn alle Beteiligten – Verbraucher, Industrie und Politik – an einem Strang ziehen, wird die neue Verordnung tatsächlich einen positiven Einfluss auf die Umwelt haben

7. Langfristige Ziele und Ausblick

Bild: IMAGO / Future Image

Langfristig verfolgt die EU mit dieser Verordnung das Ziel, die Textilindustrie nachhaltiger zu gestalten. Bis 2030 sollen alle Textilprodukte auf dem europäischen Markt langlebig und recycelbar sein. Außerdem wird angestrebt, dass diese Produkte überwiegend aus recycelten Materialien bestehen. Dies ist ein ambitioniertes Ziel, das jedoch nur erreicht werden kann, wenn sowohl die Industrie als auch die Verbraucher sich stärker für eine nachhaltige Textilproduktion und -entsorgung engagieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass in Zukunft auch Designer und Hersteller verpflichtet werden könnten, Kleidung zu produzieren, die nicht nur modisch, sondern auch umweltfreundlich ist. Hier könnten neue Innovationen in der Materialentwicklung und im Design gefragt sein, um den Recyclingprozess zu vereinfachen und den Ressourcenverbrauch zu minimieren.

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